Ayurveda Medizin

Ayurveda Medizin

Was ist Ayurveda?

Ayurveda, das „Wissen vom Leben“, ist eine traditionelle indische Heilkunst, die bereits seit etwa 5000 Jahren praktiziert wird. Ayurveda wird in Indien und Sri Lanka an Universitäten gelehrt und ist dort der Schulmedizin gesetzlich gleichgestellt. Auch die WHO erkennt den Ayurveda als traditionelles Medizinsystem an.

Es gibt neun Fachrichtungen, von der Präventivmedizin über die Innere Medizin, Gynäkologie, Augenheilkunde und Kinderheilkunde bis hin zur Chirurgie. Ayurveda ist mehr als eine alte, alternative Methode, um Krankheiten zu heilen: Ayurveda ist eine Philosophie, die alle Bereiche des Lebens umfasst. Diese Lehre definiert Gesundheit als ein ausgeglichenes Wechselspiel zwischen Körper, Geist und Seele. Dieses Wechselspiel ist abhängig von den drei Lebensenergien, auch Doshas genannt:

Vata (das Bewegungsprinzip),
Pitta (das Umsetzungsprinzip),
Kapha (das Stablilitätsprinzip).

Die Doshas sind jeweils für verschiedene Funktionen in unserem Körper lebenswichtig. Ihre Stärke verändert sich im Laufe des Lebens fließend, sollte sich aber immer im individuellen Gleichgewicht befinden. Kommt es durch ungünstige äußere oder innere Störungen zu einem Ungleichgewicht, sind also ein oder mehrere Doshas zu stark oder zu schwach ausgeprägt, dann ist das ausgeglichene Wechselspiel gestört und Krankheiten entwickeln sich.

Die ayurvedische Medizin schaut nach den vielfältigen Ursachen, die zum Ungleichgewicht der Doshas und letztendlich zur Erkrankung des Menschen führen und richtet die Behandlung darauf aus. Hierbei steht der Mensch im Vordergrund der Therapie und nicht die Krankheit.

Jede Behandlung ist von den medizinischen Ansätzen individuell und typgerecht auf den Patienten abgestimmt. Keine Behandlung gleicht der anderen. Fragen zu Ihrer Lebenssituation, Ihren täglichen Gewohnheiten, Gespräche und Untersuchungen geben eine Basis für Ihre individuelle Therapie nach ayurvedischen Prinzipien. Dazu gehört auch die Beratung zu einer gesunden, abwechslungsreichen Ernährung und zur typgerechten Lebensführung. Schon kleine Veränderungen in der Ernährung, im Tagesablauf oder in Gewohnheiten können Gutes bewirken und die Gesundheit fördern. Weitergehende Beschwerden können unter anderem mit indischen Heilkräutern, Ölbehandlungen und einer Panchakarma-Kur therapiert werden.

In Deutschland gehört die ayurvedische Medizin zu den am schnellsten wachsenden Heilverfahren. Patienten wissen es zu schätzen, dass der Ayurveda-Arzt sich mit dem Menschen und dessen Lebensgewohnheiten beschäftigt und nicht nur Symptome behandelt. Ayurveda stellt dabei nicht nur eine Alternative zur Schulmedizin dar, sondern auch eine sinnvolle Ergänzung.

Anwendungsbereiche der Ayurveda-Medizin

Ayurveda ist ein umfassendes Medizin-System, das grundsätzlich alle Bereiche abdeckt. Mit Blick auf die heutigen Beschwerdebilder, empfiehlt sich die Beratung und Behandlung nach Ayurveda besonders zur Gesunderhaltung / Krankheitsvermeidung sowie zur Behandlung bei chronischen Krankheiten und Symptomen. Beispiele hierfür sind:

● Stressbedingte Symptome
● Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes (z.B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Reizdarm, Nahrungsmittelunverträglichkeiten)
● Erkrankungen des Bewegungsapparates (z.B. Rheuma, Arthrose)
● Hauterkrankungen (z.B. Neurodermitis, Schuppenflechte)
● Allergien
● Erkrankungen des Nervensystems (z.B. Migräne, Gedächtnisstörungen)
● Endokrine Erkrankungen (z.B. Schilddrüsenstörungen, Diabetes mellitus Typ II)
● Regeneration nach Chemotherapie
● Unterstützende Behandlung bei Kinderwunsch

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